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PG/VG erklärt: Welches Verhältnis passt zu deiner Vape?

PG/VG erklärt: Welches Verhältnis passt zu deiner Vape?
Kiosk-Donatus Redaktion

PG und VG bilden die Basis vieler Liquids

PG steht für Propylenglykol, VG für pflanzliches Glycerin. Beide Flüssigkeiten dienen als Träger für Aroma und – je nach Produkt – Nikotin. Beim Erhitzen entsteht ein Aerosol, kein reiner Wasserdampf. Das Mischverhältnis beeinflusst, wie dünn das Liquid ist, wie schnell es in der Watte nachfließt, wie deutlich sich der Zug im Hals anfühlt und wie sichtbar das ausgeatmete Aerosol wird. Es verändert dagegen nicht automatisch die Nikotinstärke; diese wird separat in Milligramm pro Milliliter angegeben.

PG: dünnflüssiger und oft direkter im Geschmack

Propylenglykol ist deutlich dünnflüssiger als Glycerin. Dadurch gelangt ein PG-reicheres Liquid leichter durch kleine Liquidkanäle und passt häufig gut zu kompakten Pods und MTL-Geräten mit niedriger Leistung. Viele Nutzer empfinden Aromen klarer und den Zug im Hals ausgeprägter. Das kann erwünscht sein, bei empfindlichen Personen aber auch trocken oder kratzig wirken. Mundtrockenheit oder Reizung sind ein Signal, Nutzung und Produkt zu überprüfen; anhaltende Beschwerden gehören medizinisch abgeklärt.

VG: dickflüssiger und mit sichtbarerem Aerosol

Pflanzliches Glycerin ist zähflüssiger und leicht süßlich. Ein höherer VG-Anteil erzeugt unter passenden Bedingungen ein dichter sichtbares Aerosol und wird häufig mit einem weicheren Zuggefühl verbunden. Dafür muss die Coil genügend Liquid nachziehen können. Kleine Pods mit engen Kanälen kommen mit sehr dickem Liquid nicht immer hinterher; dann drohen trockene Züge und ein verbrannter Geschmack. Leistungsstärkere DL-Geräte sind oft auf VG-reichere Mischungen ausgelegt. Maßgeblich bleibt die Empfehlung des Geräteherstellers.

50/50, 60/40 oder 70/30 – was heißt das?

50/50 ist ein verbreiteter Allround-Mix für viele MTL-Geräte und Pod-Systeme. Ein höherer PG-Anteil macht das Liquid dünner und kann Geschmack sowie Halsgefühl betonen. 70 VG/30 PG ist ein typischer Ausgangspunkt für leistungsstärkere DL-Setups mit größeren Liquidkanälen. Das sind keine starren Regeln. Coil-Widerstand, Leistung, Temperatur und Bauform entscheiden mit. Wichtig: Hersteller schreiben das Verhältnis nicht immer in derselben Reihenfolge. Prüfe auf der Flasche, ob zuerst VG oder PG genannt wird.

Welches Verhältnis passt zu deinem Gerät?

Für kleine, nachfüllbare Pods und klassisches MTL ist ein ausgeglichenes oder etwas PG-reicheres Liquid häufig die sichere Wahl. Offene Subohm-Tanks und DL-Verdampfer vertragen meist mehr VG. Prefilled Pods sind bereits auf die zugehörige Coil abgestimmt; dort gibt es nichts zu mischen. Wenn die Anleitung eine konkrete Spanne nennt, hat diese Vorrang. Nutze niemals Speiseöle, ätherische Öle oder nicht ausdrücklich zum Dampfen bestimmte Flüssigkeiten im Tank.

Anzeichen für ein unpassendes Liquid

Ein zu dickes Liquid kann in einer kleinen Coil zu langsam nachfließen. Typische Hinweise sind trockene Züge, ein verbrannter Geschmack oder Watte, die nach mehreren Zügen nicht mehr vollständig gesättigt wirkt. Ein sehr dünnes Liquid kann in einem offen aufgebauten Verdampfer leichter siffen, blubbern oder aus der Airflow austreten. Bevor du die Leistung veränderst, prüfe Coil, Dichtungen, Füllstand und Herstellerempfehlung. Ein beschädigter Pod wird nicht durch ein anderes Mischverhältnis repariert.

Shots und Aromen verändern das Endverhältnis

Bei Longfills und selbst zusammengestellten Liquids zählt die fertige Mischung, nicht nur die Base. Nikotinshots und Aromenkonzentrate sind häufig in PG, VG oder einer Mischung gelöst und verschieben dadurch das Ergebnis. Wer ein bestimmtes Verhältnis benötigt, rechnet alle Bestandteile mit ein und hält sich exakt an die Herstellerangaben. Hochkonzentrierte Aromen sind nicht zum unverdünnten Dampfen bestimmt. Nikotinhaltige Flüssigkeiten dürfen nicht auf die Haut gelangen und gehören sicher verschlossen außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren.

Auch PG und VG sind beim Inhalieren nicht harmlos

Dass PG und VG auch in Lebensmitteln oder Kosmetik vorkommen, ist kein Sicherheitsnachweis für das Einatmen erhitzter Aerosole. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass beim Erhitzen unter anderem Aldehyde entstehen können, besonders bei Überhitzung und trockener Coil. Vermeide deshalb verbrannte Züge, überfordere die Coil nicht und tausche beschädigte Komponenten aus. Nikotin macht abhängig; E-Zigaretten richten sich ausschließlich an Erwachsene und sind für Nichtraucher nicht empfohlen.

Fazit: Gerät zuerst, Mischverhältnis danach

Das beste PG/VG-Verhältnis ist nicht das mit der größten Wolke, sondern das, das zur Coil und zum gewünschten Zugverhalten passt. 50/50 funktioniert in vielen Pods, VG-reichere Liquids eher in leistungsstarken DL-Geräten und PG-reichere Mischungen häufig in kleineren MTL-Setups. Lies die Reihenfolge auf dem Etikett, beachte die Geräteempfehlung und ändere nicht mehrere Faktoren gleichzeitig. So lässt sich zuverlässig erkennen, ob Liquid, Coil oder Einstellung die Ursache eines Problems ist.